Luftdichtigkeitsmessung / Blower-Door-Messverfahren

Luftdichtigkeitsmessung der Gebäudehülle

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Blower-Door-Messverfahren / Differenzdruckmessung

Die Luftdichtheit der Gebäudehülle ist ein zentraler Bestandteil moderner Bauphysik und spielt eine entscheidende Rolle für die Energieeffizienz, den Wohnkomfort sowie den langfristigen Schutz der Gebäudesubstanz. Undichtigkeiten innerhalb der Gebäudehülle können zu erheblichen Energieverlusten, Zugerscheinungen sowie zu bauphysikalischen Schäden durch Feuchteeintrag in Bauteilkonstruktionen führen.

Das Dipl.-Bausachverständigenbüro M. Vogt führt professionelle Luftdichtigkeits-messungen mittels Blower-Door-Messverfahren (Differenzdruckverfahren) durch.


Ziel der Untersuchung ist die messtechnische Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes sowie die Lokalisierung möglicher Leckagestellen innerhalb der Gebäude-hülle.

Funktionsweise des Blower-Door-Messverfahrens

Bei der Luftdichtigkeitsmessung wird ein kalibrierter Hochleistungsventilator in eine Außentür oder Fensteröffnung eingesetzt. Über das Messsystem wird im Gebäude ein definierter Unter- bzw. Überdruck erzeugt. Gleichzeitig werden mittels hoch- präziser Differenzdruckmessgeräte die Luftströmungen erfasst und die sogenannte Luftwechselrate (n50-Wert) ermittelt.

Diese Messgröße gibt an, wie oft das gesamte Luftvolumen eines Gebäudes bei einem Prüfdruck von 50 Pascal ausgetauscht wird. Sie stellt einen wichtigen Kennwert zur Beurteilung der Luftdichtheit eines Gebäudes dar und wird unter anderem im Rahmen der energetischen Anforderungen des Gebäudeenergie-gesetzes (GEG) herangezogen.

Lokalisierung von Leckagestellen

Neben der reinen Messung der Luftwechselrate ermöglicht das Verfahren auch die gezielte Ortung von Undichtigkeiten innerhalb der Gebäudehülle. Typische Schwachstellen treten häufig auf bei:

  • Fenster- und Türanschlüssen
  • Anschlüssen zwischen Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen
  • Durchdringungen von Installationsleitungen
  • Rollladenkästen und Dachanschlüssen
  • nicht fachgerecht ausgeführten Luftdichtheitsebenen oder
  • Dampfbremssystemen/Dampfsperren

 

Zur Visualisierung von Luftströmungen können ergänzend Rauchgeneratoren, Thermografieuntersuchungen oder Strömungsanzeiger eingesetzt werden.

Bedeutung für Neubau und Bestandsgebäude

Im Neubau dient die Luftdichtigkeitsmessung häufig als Qualitätskontrolle der ausgeführten Bauleistungen sowie als energetischer Nachweis im Rahmen gesetzlicher Anforderungen.

Im Bestandsgebäude kann die Messung helfen, Ursachen für Energieverluste, Zugerscheinungen oder bauphysikalische Schadensbilder zu identifizieren.

Vermeidung von Feuchte- und Schimmelpilzschäden

Undichte Gebäudehüllen können dazu führen, dass warme Innenraumluft unkon-trolliert in Bauteilkonstruktionen eindringt. Kühlt diese Luft innerhalb der Konstruktion ab, kann sich Kondensat bilden, welches langfristig zu Feuchteschäden, Material-schädigungen oder Schimmelpilzbildung führen kann.

Eine frühzeitige Überprüfung der Luftdichtheit stellt daher einen wichtigen Bestandteil der präventiven Bauschadensanalyse dar.

Messtechnische Durchführung und Dokumentation

Die Luftdichtigkeitsmessungen werden mit kalibrierten Messsystemen nach anerkannten technischen Regeln und Normverfahren durchgeführt. Je nach Beauftragung erfolgt die Dokumentation der Messergebnisse in Form einer fach- lichen Auswertung oder eines ausführlichen Messberichtes.

Das Dipl.-Bausachverständigenbüro M. Vogt unterstützt Bauherren, Eigentümer, Planer sowie Unternehmen bei der fachlichen Bewertung der Luftdichtheit von Gebäuden und der Analyse möglicher bauphysikalischer Schwachstellen.